Künstlerbiografien

Der rote Elch - Horst Melchert

Für Horst Melchert ist Malen und Bildhauen Selbstfindung im umfassendsten Sinn.
Speziell ist dieser Findungsprozess untrennbar in seinen endlosen Auseinandersetzungen mit seinem Hauptthema, dem Individuum Mensch verbunden. Seine eigenen Entdeckungen, Feststellungen und Beobachtungen lässt er in der zu bearbeitenden Thematik als auch in die Formensprache ungehindert einfliessen.

Der Künstler entwickelt hierfür eigens seine autodidaktische Methode zum verwirklichen seiner Objekte und Bilder.

Die in 1980 nichtbestandene Aufnahmeprüfung zum Studium an der Kunsthochschule Mathildenhöhe, in Darmstadt verwehrte Horst Melchert die so gewünschte Ausbildung.

Nach kurzer Zeit der Niedergeschlagenheit über die misslungene Prüfung, entfachte sich in ihm das nötige unbeirrte Selbstbewusstsein und die daraus resultierende Kraft für sein autodidaktisches Arbeiten. Die aus sich heraus schöpfende Kraft musste sich nie auf Lob oder korrigierenden Tadel von Institutionen oder Lehrer einstellen. Was den Künstler offentsichtlich unbekümmert in seinen künstlerischen Neigungen entwickelte.

Dieser Prozess hatte auch zur Folge, dass er Wahrhaftigkeit als Kriterium in seiner Kunst voraussetzte. Darunter versteht Melchert auch den Mut zu haben, zu seinem Innersten Einblicke zuzulassen, über seine bestehenden Ängste, Begierden und Leidenschaften. Hiermit trägt er Rechnung, dass er sich als Künstler erst selbst im Dialog mit seinem Gegenüber kennenlernt.

Neben der Malerei und Bildhauerei befasst sich Melchert seit längerer Zeit mit der Kultur und den Mythen der amerikanischen Indianer. Er begann 1995 mit dem Herstellen von original Plainstipis. Durch diesen starken Einfluss, verbunden auch mit einigen Reisen nach den USA, wo er Kontakte zu Seminolen und Sioux hatte, gab Melchert sich den Künstlernamen - der rote elch -.

Jochen Schneider, Kuratorium Skulpturenpark Gründau, Gelnhäuser Tageblatt im März 2005

"the dirty thirty" PDF-Dokument



Manfred Holz

Der in Köln geborene Manfred Holz erlangte nach seiner Ausbildung als Kunstmaler und Bildhauer die Anerkennung als freischaffender Künstler.

Im Jahr 1988 eröffnete er sein eigenes Atelier in Frechen. Hauptrichtung seiner bildhauerischen Arbeit mit unterschiedlichen Materialien (z.B. Keramik, Bronze) ist ein Kunststil, den er selbst als "Surrealerotik" bezeichnet.

"Der Kölner Bildhauer entzieht sich jeder Kunstschablone, aber eines hat er immer im Visier: Sex." (Penthouse 3/96)

2007 und 2008 ausgezeichnet in Miami / USA:
"The Worlds Greatest Erotic Art of Today"




Matthias Kraus - krauskunst


Matthias Kraus lebt die ironische Gesellschaftskritik, nimmt sich und die Welt nicht ernst und zeigt in seinen erotischen Arbeiten eine humorvolle Art von Zynismus. Kaum ein anderer Künstler schafft es, so wie er, mit Werken, die teils pornografisch anmuten, ironisch umzugehen. (dilda.de)

Matthias Kraus sagt von sich selbst:
“Egal, wie lange ich mein Geschäft schon betreibe, ich fühle mich immer, als stünde ich ganz am Anfang.” Ein geklautes, aber zutreffendes Zitat.

Der Künstler betreibt eine Werkstatt für Zeichnung, Siebdruck und Plastik in Hasselroth und ein Atelier in Berlin.
Er ist Mitglied des BBK (Bund bildender Künstler), der VKU (Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens) und des TSV 1860 München.

...Kraus’ filigrane Zeichnungen, seine dynamische Malerei und farbenfrohe Drucke begeistern ebenso wie seine großen Installationen im öffentlichen Raum. Jüngst gestaltete er für die Kläranlage in Nidderau einen “Pantoffeltierchen-Garten”. Aus Bauteilen einer alten Kläranlage bildete er dort jene Organismen nach, die das Abwasser zwecks Rückführung in den Naturkreislauf reinigen. Mit Präsenz allein gibt er sich allerdings nicht zufrieden, auch nicht mit dem Anspruch des Schönen. Mittels seiner Arbeit möchte er Stellung beziehen. “Sich zu äußern, erwarte ich nicht nur von Künstlern, sondern von jedem”, wehrt er sich gegen die Kultur der Ja-Sager...”Wenn ich mit meiner Arbeit nichts zu sagen hätte, könnte ich auch einfach im Biergarten sitzen und nichts tun.”
...Kraus versteht seinen Aktionsradius als dreigliederig: von der Fläche in den Raum zur Aktion. Kategorisieren lassen will er sich nicht: “Wir neigen leider dazu, alles sofort in Schubladen zu stecken. Meine Kunst stellt eine Gegenposition dar: sie demonstriert sozusagen, dass die Welt nicht zwangsläufig rund ist, dass sie sich ständig weiterentwickelt.”
(Maryanto Fischer, Hanauer Anzeiger)




Fred Rückert

Geboren am 25. Dezember 1945 studierte Fred Rückert von 1970 bis 1976 an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main im Fach Visuelle Kommunikation. Seitdem arbeitet er frei als Graphic Designer, Illustrator und Maler.
Bei den hier vorgestellten erotischen Arbeiten, handelt es sich um Frühwerke. Diesen Stil verfolgte er eine Zeit lang. Heute widmet sich Fred Rückert hauptsächlich Bleistiftzeichnungen, die allerdings nichts mit Erotik zu tun haben.
Er selbst sagt: "Es gibt nur die wenigen erotischen Ölgemälde und Zeichnungen. Ich male bzw. zeichne keine weiteren mehr." (dilda.de)



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